Orte der Seelsorge und soziale Brennpunkte

Drei Kirchen von Karl Friedrich Schinkel

 

Die Sorge um die Seele des Menschen in der Frühphase der Industrialisierung in Berlin führte zwischen 1832 und 1835 zu drei evangelischen Kirchenbauten von Karl Friedrich Schinkel.

In der damals noch vor der Berliner Stadtmauer liegenden Kolonie »Neu-Voigtland« wurde die St. Elisabethkirche errichtet, in einer Gegend, die von Armut, Arbeitslosigkeit und hoher Kindersterblichkeit geprägt war. Heute dagegen floriert hier in Berlins Mitte das Leben, die Mieten steigen und hauptsächlich Besserverdienende können es sich leisten, hier zu wohnen.

Wenige U-Bahnstationen entfernt im damals eher ländlichen Gesundbrunnen stiftete der König zur gleichen Zeit die St.-Pauls-Kirche. Hier war die soziale Situation entspannter. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert. Seelsorge heißt hier heute: Soziales Engagement gegen Armut.

In dem damaligen Dorf Wedding wurde gleichzeitig die Nazarethkirche errichtet. Auf dem Leopoldplatz engagiert sich die Kirchengemeinde heute für einen konfliktfreien Umgang mit Drogenkonsumenten.

Die Stadtführung (mit U-Bahn-Transfer) verbindet die Architekturgeschichte mit dem sozialen Engagement der evangelischen Kirche an drei sehr unterschiedlichen Orten.

Dauer: 2 Stunden
Stadtbezirk: Mitte/Wedding

Preis auf Anfrage