(Zerstörte) Vielfalt in Neukölln - Das verborgene jüdische Erbe

1933 hatte Berlin die größte jüdische Community Deutschlands, 160.000 Menschen, in (Nord-) Neukölln lebten etwa 3000, von denen einige großen Einfluss auf die Zivilgesellschaft hatten.

Einem Teil gelang rechtzeitig die Auswanderung, ein kleiner Teil überlebte im Untergrund, doch die meisten wurden von den Nazis ermordet.

276 Stolpersteine gibt es hier im Moment (Zahl steigt kontinuierlich).

An vielen Orten sind Spuren jüdischer Menschen zu finden, die die Gesellschaft aktiv mitgestaltet haben, sei es als Schuldirektor oder Bildungsstadtrat, als Leiterin der Stadtbibliothek oder Gründer eines Kaufhauses (und Erfinder der Ratenzahlung) oder als Unternehmer, vor allem im Bekleidungsgewerbe. Was wurde aus den Orten? Wie werden sie heute genutzt? Und was geschah mit den Menschen? Welchen Bezug gab es zu den damals progressiven Sozialdemokraten?

Und wie gestaltet sich heute jüdisches Leben im stark arabisch geprägten Neukölln?

Wir werden einen (nur kleinen) Ausschnitt des reichen jüdischen Lebens in Neukölln erkunden.

Treffpunkt: Freitreppe des Rathauses Neukölln

Ende der Tour: Maybachufer

Stadtführerin: Cornelia Dette

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung.

Foto: Cornelia Dette

Kosten: 16 €

Termin: 10. Juli 26 15:00 - 17:30