Rund um den Alexanderplatz ist immer etwas los. Die Führung startet am „Haus des Reisens“ mit einem Ausflug in die Reisepläne eines ehemaligen DDR-Bürgers, der seinerzeit nicht wissen konnte, wann alles anders werden kann. Eine Geschichte dort erinnert auch an den 4.11.89.
Weiter zieht die Reise zur Weltzeituhr und den Gedanken, wie die Zeit in welchen Händen steht. Derber Berliner Humor nimmt die „Nuttenbrosche“ ins Visier. Alex geht nur mit Kaufhausgeschichte(n). Die Führung erinnert auch an den 5. Jahrestag des öffentlichen Suizides von ELLA, einer Transfrau, die aus dem Iran stammte.
Wer kennt die Besenkammer? Daneben lagern oft Menschen, die auf der Straße für ihr Leben auf der Straße etwas erbitten. Ist das anständig oder sehen wir lieber weg?
Seit Jahren ist unter dem Fernsehturm ein Museum eingezogen, das der Stadtführer als unanständig empfindet. Warum?
Am Denkzeichen für das Pogrom von 1510 soll an graue Vorzeiten erinnert werden, als Judenhass als normal galt. Was ist daraus geworden? Vorbei an „Luther“ endet die Führung am Sühnekreuz vor der St. Marienkirche und der Frage, wie sich Anstand und Moral über die Jahre verändert haben.
Die engagierte Sicht des Stadtführers wird eventuell Kontroversen auslösen, die anschließend diskutiert werden können.
Treffpunkt: am Haus des Reisens, Alexanderstraße 7, 10178 Berlin
Stadtführer: KD Ehmke
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung.
Foto: Brunnen der Völkerfreundschaft, auch „Nuttenbrosche“ genannt, Ralph Jakisch
Kosten: 14 €
Termin: 7. Oktober 26 18:00 - 20:00