
Der Mystiker und Ordensgründer Franz von Assisi (1181/82-1226) ist eine der faszinierendsten Gestalten des Mittelalters. In seinem „Sonnengesang“, der frühesten Dichtung im italienischen Volgare, lobpreist er Schöpfer und Schöpfung, mit deren Gestirnen und Elementen er geschwisterlich verbunden ist, darunter auch die Schwester Mutter Erde, „die uns erhält und lenkt“.
Seit 1249 ist das Franziskanerkloster, das sog. „Graue Kloster“, in Berlin bezeugt. Die heute nur noch als Ruine erhaltene Klosterkirche ist der erste backsteingotische Bau im mittelalterlichen Berlin. Zwischen Kloster und St. Marien bestanden enge spirituelle Beziehungen, für die der Franziskanermönch, der den Totentanz in St. Marien eröffnet, ein Beispiel ist. Nach der Zerstörung der Franziskanerkirche fanden zahlreiche Kunstwerke, die ausgelagert worden waren, eine neue Heimstatt in St. Marien. Diese Kunstwerke stehen im Mittelpunkt der Führung. Im Anschluss an die Führung besichtigen wir die beeindruckende Ruine der Klosterkirche, die ca. 5 Gehminuten von St. Marien entfernt ist.
Treffpunkt: am Büchertisch in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Str. 8
Kirchenführer: Jörg Jungmayr
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung.
Foto: Jörg Jungmayr
Kosten: 14 €
Termin: 26. Juli 26 14:00 - 16:00